JohanneumAkademie „Medizin & Gesundheit“:
Von OP bis Suchtprävention – eine Woche voller Einblicke

Vom 5. bis 10. April 2026 tauchten die Teilnehmer:innen der JohanneumAkademie eine Woche lang in die Welt der Medizin und Gesundheit ein. Das Camp bot eine kompakte Mischung aus Klinikbesuchen, praktischen Einblicken, Bewegung und Prävention.
Ein Höhepunkt war der Besuch der Zeisigwaldkliniken Bethanien: Von der Zentralen Aufnahme über den OP‑Bereich bis hin zur Radiologie erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in den Krankenhausalltag und moderne Medizintechnik. Im OP‑Bereich durften die Jugendlichen nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden. Unter realitätsnahen Bedingungen lernten sie, wie ein OP vorbereitet wird, welche Aufgaben das Team übernimmt und wie wichtig Präzision, Hygiene und Kommunikation sind. In einer praxisnahen „Operation“ konnten erfolgreich die Gummibärchen entfernt werden – ein humorvoller, aber lehrreicher Moment, der verdeutlichte, wie konzentriert und strukturiert chirurgisches Arbeiten abläuft.
Auch die Radiologie bot faszinierende Einblicke: Der „plüschige Patient“ wurde gründlich untersucht, und im Inneren fanden sich ein Handy, eine Banane und ein Schokoriegel – Dinge, die dort definitiv nicht hingehören und den Jugendlichen eindrucksvoll zeigten, wie bildgebende Verfahren funktionieren.
Auch die Physio- und Ergotherapie öffneten ihre Türen und zeigten, wie therapeutische Arbeit Menschen auf ihrem Weg zur Genesung unterstützt. Der Schwerpunkt lag auf Entspannung und Kreativität: Die Jugendlichen lernten einfache Entspannungsübungen kennen, die im Alltag helfen können, Stress abzubauen und den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Mit viel Freude und Fantasie entstanden außerdem kleine „Ameisen“ aus verschiedenen Bastelmaterialien – eine spielerische Aufgabe, die nicht nur die Feinmotorik förderte, sondern auch zeigte, wie kreative Elemente in der Therapie eingesetzt werden können, um Konzentration, Geschicklichkeit sowie Feinmotorik zu stärken.
Die Ernährungsberaterin vermittelte wichtiges Wissen darüber, wie ausgewogene Mahlzeiten aufgebaut sind und welche Lebensmittel dem Körper Energie, Kraft und Konzentration schenken. Anschließend ging es in die Praxis: In kleinen Teams bereiteten die Teilnehmenden frische, nährstoffreiche Gerichte zu – vom Schneiden über das Würzen bis hin zum gemeinsamen Anrichten. Das gemeinsame Kochen machte nicht nur Spaß, sondern zeigte auch, wie gut gesunde Ernährung schmecken kann.
Beim Projekt „Zwischenstopp“ in Bockelwitz erfuhren die Teilnehmer:innen eindrucksvoll, welche Folgen Sucht haben kann. Das Präventionsprojekt arbeitet mit realitätsnahen Stationen, persönlichen Geschichten und interaktiven Elementen, die verdeutlichen, wie schnell Abhängigkeit entstehen kann und welche Auswirkungen sie auf Gesundheit, Familie und Zukunft hat. Sie setzten sich dabei nicht nur theoretisch mit dem Thema auseinander, sondern reflektierten auch eigene Lebenssituationen, Risikofaktoren und Schutzmechanismen.
Sportliche Aktivitäten und kreative Gruppenprojekte rundeten die Woche ab und stärkten den Teamgeist sowie das soziale Miteinander. Ob beim morgendlichen Aktivprogramm, bei Bewegungsspielen oder beim gemeinsamen Gestalten kleiner Projekte – überall standen Kooperation, gegenseitige Unterstützung und Freude an Bewegung im Mittelpunkt.
Zum Abschluss präsentierten die Jugendlichen ihren Eltern ihre Erlebnisse und Erkenntnisse. Das Bildungscamp zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und spannend Gesundheitsberufe sind – und wie wichtig es ist, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.
Wir bedanken uns herzlich bei den Zeisigwaldkliniken Bethanien sowie allen weiteren Projektpartnern für ihre großartige Unterstützung.
Ebenso freuen wir uns sehr, erneut das Preisgeld der Town & Country Stiftung im Rahmen des 12. Stiftungspreises erhalten zu dürfen.










Fotos:Silvana Füssel
